Französische Steinschlossmuskete Modell 1777 „Charleville“, Replik mit italienischem Beschuss
Eisen und Nussbaum, Steinschlossmuskete nach dem französischen Infanteriegewehr Modell 1777, Kaliber .69, Replik. Langer Rundlauf, seitlich am Laufansatz die Beschussstempel „11 gSP 35 gPb“, Stern im Schild, Wappenstempel und „Kal.17.8mm“, auf der Schwanzschraube „Mle 1777“, Nussbaumvollschaft mit drei federgehaltenen eisernen Laufringen, Riemenbügel am mittleren Ring und am Abzugsbügel, eiserne Kolbenkappe. Steinschloss mit Hahn mit Feuersteinklemme, messingfarbener Pfanne, Batterie und Batteriefeder, Schlossplatte graviert „Mre imp. de St etienne“, darüber Stempel, auf der Gegenseite geschweiftes eisernes Gegenblech. Altersgemäß sehr guter Zustand, Mechanik funktioniert. L. 153 cm
Das französische Infanteriegewehr Modell 1777, nach der Manufaktur in Charleville meist „Charleville“ genannt, wurde in Charleville, Maubeuge, Saint-Étienne und Tulle gebaut und blieb bis in die Napoleonischen Kriege die Standardwaffe der französischen Infanterie. Seine Kennzeichen sind die drei Laufringe, die schräg gestellte Messingpfanne und das Kaliber .69. Die Gravur der Schlossplatte nennt die Manufacture impériale de Saint-Étienne, wie sie in der napoleonischen Zeit firmierte. Repliken dieser Muskete werden in Italien gefertigt, im Beschussamt Gardone Val Trompia geprüft und für das Reenactment und das Schwarzpulverschießen verwendet.