Französischer Kürassierpallasch, wohl Modell 1816, Messingbügelgefäß, doppelt gekehlte Klinge
Stahl, Messing, Leder. Französischer Kürassierpallasch, wohl Modell 1816, 1. Hälfte 19. Jh., Pallasch der schweren Kavallerie: Messinggefäß mit Faustbügel und drei Nebenbügeln mit Kugelenden, Stichblatt mit flach aufgebogenem Ende, Messinggriffkappe mit Nietknopf, Griff mit schwarzem Lederbezug und gedrehter Drahtwicklung, Stoßleder an der Klingenwurzel. Gerade Klinge mit gerundetem Rücken, mittiger Spitze und beidseitig doppelter Hohlkehle, ohne Klingeninschrift. Auf dem Faustbügel zwei Stempel „39“ und „R“ mit Punkt darüber sowie die Nummer „323“. Ohne Scheide. Altersgemäß guter Zustand mit Alterspatina, Griffwicklung wohl nachträglich erneuert. L. 115 cm, Klingenlänge 98 cm
Der Pallasch ist die gerade Hieb- und Stoßwaffe der schweren Kavallerie. Das vierbügelige Messinggefäß führten die französischen Kürassiere bereits am Modell An IX; das Modell An XI von 1802/03 brachte die doppelt gekehlte Klinge aus der Manufaktur Klingenthal. Die Gefäße entstanden in Versailles und Klingenthal, deren Kontrolleure ihre Stempel in Gefäß und Klinge schlugen. Nach dem Ende des Kaiserreichs wurde die Form als Modell 1816 für die Linienkavallerie weitergeführt.