Braunschweigisches Portepee für Säbel oder Degen mit gewebter Quaste und Tragband, 19. Jahrhundert
Metallfaden, Wolle, Textilband. Ein Portepee für eine Blankwaffe (Säbel oder Degen) aus dem Herzogtum Braunschweig. Das Tragband ist aus gewebtem Metallfaden in Gold- und Blautönen gefertigt und zeigt die typische Streifenmusterung. Am unteren Ende befindet sich eine geflochtene, kugelförmige Quaste mit feiner Korbflechtung und einem blauen Wollkern. Der Übergang vom Band zur Quaste ist mit einem gewebten Schieber gearbeitet. Guter altersgemäß getragener Zustand mit Gebrauchspatina, L. 48 cm, Quaste D. 3 cm.
Das Portepee (auch Faustriemen) war ein textiler Anhänger am Griff einer Blankwaffe und diente als Rangabzeichen. Im Herzogtum Braunschweig trugen Offiziere und Unteroffiziere mit Portepee (Feldwebel) spezifische Ausführungen in den Landesfarben Blau und Gold. Die feine Metallgespinstarbeit der Quaste und des Bandes deutet auf eine qualitätvolle Offizierausführung hin. Das Portepee wurde durch die Parierstange des Säbels oder Degens geschlungen und um das Handgelenk gelegt, um die Waffe beim Reiten oder im Gefecht zu sichern.