Sächsisches Faschinenmesser mit Messinggriff, Abnahmestempel Krone und Regimentsstempelung
Stahl und Messing. Breite, einschneidige Klinge mit leicht geschwungenem Rücken und abgerundeter Spitze. Messinggriff mit waagerechter Rillung, gerader Parierstange mit leicht abgewinkelten Enden. Auf der Klingenrückseite nahe der Parierstange ein Abnahmestempel in Form einer Krone. Auf der Parierstange die Regimentsstempelung „100.R.6.18". Die Klinge mit gleichmäßiger Alterspatina und leichten Gebrauchsspuren, der Messinggriff mit natürlicher Patina und Tragespuren an den Rillen. Gesamtlänge 62 cm, Klingenlänge 47,5 cm.
Das Faschinenmesser war eine kombinierte Hieb- und Arbeitswaffe, die den Pioniersektionen innerhalb der Infanterie- und Artillerieregimenter der europäischen Armeen des 19. Jh. zugewiesen wurde. Es diente zum Schneiden von Faschinen – Reisigbündeln zur Befestigung von Gräben und Feldstellungen – und war zugleich als Nahkampfwaffe einsetzbar. Die Regimentsstempelung „100.R.6.18" lässt sich als 100. Regiment, 6. Kompanie, Stück Nr. 18 lesen. Der Abnahmestempel in Form der sächsischen Krone bestätigt die offizielle militärische Abnahme und Zugehörigkeit zur Königlich Sächsischen Armee.