Zwei Fotoalben Nachlass Paul Zink RAD & Kriegsmarine 1937-1945
Umfangreicher militärischer Nachlass des Soldaten Paul Zink aus Meuselwitz, bestehend aus zwei voll gefüllten Fotoalben (insgesamt ca. 46 Seiten) sowie zugehörigen Dokumenten, die seinen Dienstweg dokumentieren. 1) Das erste Album „Erinnerung an meine Dienstzeit“ behandelt die Friedensjahre 1937-1939 bei der Marineartillerie. Es besticht durch seine aufwendige Gestaltung mit handgemalten Kreidezeichnungen (Flaggen, Wappen, U-Boote) auf fast jeder Seite. Gezeigt werden die Ausbildung in Sassnitz (Rügen) und Swinemünde, Kutterrudern, Geschützexerzieren an Küstenbatterien sowie bekannte Schiffe wie der Kreuzer „Karlsruhe“, das Zielschiff „Zähringen“ und die „Gorch Fock“. Eine Besonderheit ist die Seite zum Winterhilfswerk mit dem Thema „Gegen die Askaries“. 2) Das zweite Album dokumentiert die Zeit im Reichsarbeitsdienst (RAD) und den Kriegseinsatz im Westen. Es beginnt mit dem RAD in Oberthau (schwere Erdarbeiten, „Ladeschacht“) und zeigt dann detailliert den Weg der „Batterie Capella“ (Marineartillerie Swinemünde) im Westfeldzug 1940. Stationen sind Holland (Vlissingen), Belgien und Frankreich. Historisch besonders wertvoll sind die Aufnahmen der Zerstörungen und englischen Beutepanzer am Strand von Dünkirchen (Dunkirk) sowie seltene Bilder vom Bau des Atlantikwalls in Lorient (U-Boot-Bunker, Arsenal). Beiliegend sind diverse Dokumente wie der Entlassungsschein aus französischer Kriegsgefangenschaft (1948), Landkarten und niederländisches Papiergeld. Altersgemäßer Zustand mit deutlichen Gebrauchsspuren, die Einbände sind teils beschädigt, bestoßen und im Rücken gelockert, die Innenseiten und Fotos sind jedoch gut erhalten. Albenformat: Querformat (ca. 23 Blatt pro Album), ca 32x23 cm (LxH).
Bitte besichtigen. Dieser Nachlass ist ein geschlossenes Zeitdokument einer einzelnen Person (Paul Zink, geb. 1918). Die Kombination aus dem künstlerisch gestalteten Friedensalbum und dem technisch-dokumentarischen Kriegsalbum ist für Sammler besonders reizvoll. Vor allem die Aufnahmen aus Dünkirchen (verlassenes britisches Großgerät) und Lorient (U-Boot-Infrastruktur) besitzen hohen militärhistorischen Quellenwert.